Solotravel mit Hund - mein Leben ist ein Abenteuer


(und manchmal auch ohne Hund)


Auf meinem Reiseblog nehme ich dich mit auf meine Reisen, hier teile ich meine Reiseberichte, Erfahrungen, Insidertipps, Gedanken und Erlebnisse. Ich helfe dir bei der Planung, teile dir die Kosten und meine Packlisten mit. So kannst du gut vorbereitet auf deine Reise gehen. Ich freue mich, gemeinsam mit dir die Welt zu entdecken.

 
 

Afrika|Tansania|Einladung zum Tee in einer Manyatta| Das Leben im Massai - Dorf

Das Buch-" Die weiße Massai"- von Corinne Hoffmann inspirierte mich so stark, dass ich eines Tages unbedingt dorthin musste, zu den Massai Kriegern, die so auffällig gekleidet waren. Ich wollte auch einmal " Die weiße Massai" sein. Die Massai kamen im 16. Jh. aus dem Sudan und Ägypten als Nomaden und brachten nach Tansania Kenntnisse über Ackerbau und Viehzucht mit. Später wurden sie diskriminiert, ihre Gebiete wurden verkleinert, so dass sie heute nur noch Halbnomaden sind. Die 140 000 Massai in Tansania leben in ihren Krals ( Dörfern) in der Gegend von Arusha, dem Ngorongoro Krater und der Serengeti.

Sie leben nicht mehr ausschließlich von Ackerbau und Viehzucht, einige sind in die touristischen Gebiete gegangen, leben dort als Sicherheitsmänner oder führen ihre nationalen Tänze auf. Auch Prostitution ist weit verbreitet.

Viele Massai schicken ihre Kinder auch in die Schule, denn Bildung ist gleich Kapital in Tansania. Die Massai sprechen nicht Suaheli, sondern die Massaisprache ( Maa). Darum mussten wir uns jemanden suchen, der uns dorthin begleitet und übersetzen kann.



Reisebericht


Ich wurde aus meinem Hostel in Arusha mit einem Toyota abgeholt. Als ich einstieg freute ich mich schon riesig, denn ich mag es mit Einheimischen zu Reisen. Ich bin voller Fragen und nur Locals können sie auch beantworten. Mein Begleiter war kein Guide, es war der Freund von einer Bekannten, der Familie in diesem Massaidorf hatte. Es war keine touristische Tour, das hätte ich auch buchen können, aber bei diesen Touren ist alles inszeniert.

Wir fuhren Richtung Serengeti, auf der Hauptstraße aus Arusha heraus. Da sah ich ihn auch wieder, diesen beeindruckenden Vulkan, den Mount Meru. Aus allen Winkeln kann man ihn entdecken.



Wir fuhren 1-2 Stunden, entlang an den Steppen- im Hintergrund flimmerten stets die Berge. Irgendwann bog er rechts ab, auf eine staubige Steppenpiste. Ich sog förmlich alle Eindrücke in mich auf und stellte eine Frage nach der nächsten. Nach einer Weile sah ich eine Herde Kühe mit 2 Jungen laufen, einer der beiden war vielleicht 12/ 13 Jahre alt und sah rabenschwarz aus. Kurz darauf erklärte mir Amos, das er in der Pubertät sei, da werden sie schwarz angemalt.

Wir fuhren dann nochmals über eine Stunde, weit ins Hinterland. Irgendwann, mitten im Nichts, hielt er an und stellte den Motor ab. Ich sah schon einige Massaimänner auf uns warten. Ich stieg aus und war zuerst sehr zurückhaltend. Für mich eine komische Situation. Hier war ich der Exot, der angestarrt und angefasst wurde.



Aber wir waren noch nicht angekommen, als ich mich umsah, konnte ich ein großes Wasserloch entdecken, auch ein paar Hütten, es war ein normales Dorf, in dem Tansanier leben. Wir gingen zu Fuß in der staubigen Savanne weiter, der Weg ( Straße) für Autos endete hier. Alle redeten auf mich ein, ich hatte den Eindruck, sie verstehen nicht, dass ich ihre Sprache nicht spreche. Irgendwann sah ich in der Ferne eine Manyatta stehen, die kannte ich aus dem Buch: Die weiße Massai".