Solotravel mit Hund - mein Leben ist ein Abenteuer


(und manchmal auch ohne Hund)


Auf meinem Reiseblog nehme ich dich mit auf meine Reisen, hier teile ich meine Reiseberichte, Erfahrungen, Insidertipps, Gedanken und Erlebnisse. Ich helfe dir bei der Planung, teile dir die Kosten und meine Packlisten mit. So kannst du gut vorbereitet auf deine Reise gehen. Ich freue mich, gemeinsam mit dir die Welt zu entdecken.

 
 

Deutschland| Allgäu|Eistobel|Baden verboten im Eistobel im Allgäu- trotz Corona

Aktualisiert: 29. Mai 2020

( ich halte mich an die Abstandsregeln)


Beim Eistobel handelt es sich um ein Geotope. Es ist eine Schlucht zwischen Oberstaufen und Isny. Vor 15 000 Jahren bildete sich die Abflussrinne eines Schmelzwassersee`s. Im Laufe der Jahrtausende vertiefte sich diese Schlucht. Interessant für Hobby- Geologen ist, dass man sich bei einer Wanderung durch den Eistobel in die erdgeschichtliche Vergangenheit begibt. Man durchschreitet also in den wenigen Kilometern mehrere Millionen Jahre. Kaskaden, Wasserfälle und Strudellöcher sind entstanden. Auch bildeten sich gewaltige Kolke und Strudeltöpfe, die an manchen Stellen sogar eine Wassertiefe von 5 m aufweisen. Hier ist Schwimmen und Baden natürlich verboten, denn gefährliche Strömungen und Unterwasserstrudel würden einen in die Tiefe ziehen.


Die Wanderkarte für die Region bekommt ihr hier.



Eintritt


Erwachsene 2,50€

Kinder 1,00€



Anreise


Der Infopavillon befindet sich an der Argentobelbrücke zwischen den Orten Maierhöfen und Grünenbach. Man kann auch am Wanderparkplatz in Schüttentobel starten.


Offizielle Adresse: 88167 Grünenbach, Hauptstr. 85





Die Wege


Die Wege dort sind gut gesichert. Am Anfang sind es breite Spazierwege, später muss man über Treppen, Wurzeln oder Felsblöcken steigen, alles sehr einfach, für Hunde kein Problem, nur mit Kinderwagen nicht möglich. Die Strecke ist ca. 3,5 km lang. Manchmal sind die Wege offiziell gesperrt, z.B. im Winter, da sie nicht geräumt werden. Dann kann man dort auf eigene Gefahr wandern, es bedarf aber entsprechender Ausrüstung auf Grund der Vereisungen. Im Sommer werden griffige, gut haftende Wanderschuhe empfohlen, im Winter Steigeisen. Man kann auch Führungen mitmachen.






Meine Wanderung durch den Eistobel

(während der Corona- Krise)



Ja eigentlich sollte es in den Osterferien nach Sansibar gehen und ich wäre auch geflogen, aber leider wurde der Flug gecancelt, wie alle anderen Flüge auch. Die Welt steht still, alles ist komplett lahm gelegt, die Länder haben ihre Grenzen geschlossen. Urlaub machen wurde generell verboten, Ferienwohnungen und Hotels sind geschlossen, Kontaktverbot war angesagt, in Bayern sogar Ausgehverbot. Ich war echt deprimiert, irgendetwas muss doch gehen. Meine Freundin an der Ostsee sagte, es besteht keine Chance auf die Inseln zu kommen, BGS, Drohnen und Hubschrauber bewachen alles. Okay, dann blieb nur Bayern. Ich kann autark reisen, dass ist kein Problem, die Ausrüstung dazu habe ich, also gings los. Alles eingepackt und ab nach Bayern.

Da die Top Spots rings um München gut bewacht sein werden, suchte ich mir mehr die unbekannteren Gegenden aus. Wer kennt schon den Eistobel im Allgäu? Allgäu generell war für mich eine nie besuchte Gegend.



Eine Übernachtungsmöglichkeit war schnell gefunden, eine wunderschöne sogar. Ich stelle mich gern auf Wanderparkplätze. Sie sind außerhalb der Orte und nachts kaum besucht. Hier habe ich einen Wanderpakplatz gefunden, der an einer Aussichtsterasse war, ich konnte das gesammte Tal um Maierhofen überblicken.



Ich kam morgens direkt vom Bodensee an, wo ich die letzten 2 Nächte verbracht hatte, denn ich war ein Stück vom Jakobsweg gegangen. Auf dieser wunderschönen Terasse wollte ich Frühstücken. Außer mir stand noch 1 Wohnmobil da, ein Einheimischer.

Ich packte meinen Kocher aus und kochte mir einen Cafe zum Frühstück.



Der Womo- Fahrer fragte, ob er Yoga machen könnte, wir kamen ins Gespräch. Nach einer netten Plauderstunde fuhr ich, gut gestärkt Richtung Eistobel, auf Empfehlung des netten Womo- Fahrers.


Ich fand es recht schnell, da alles gut ausgeschildert war. Bis dahin wusste ich nicht, was ein Eistobel war, nie gehört. Ich dachte, dass vielleicht ein Berg so heißt. Am Eingang das Infocenter hatte zu, wegen Corona, aber lesen kann ich auch allein. Erst hier bemerkte ich, dass ich auf keinen Berg wanderte, sondern in eine Schlucht.