Solotravel mit Hund - mein Leben ist ein Abenteuer


(und manchmal auch ohne Hund)


Auf meinem Reiseblog nehme ich dich mit auf meine Reisen, hier teile ich meine Reiseberichte, Erfahrungen, Insidertipps, Gedanken und Erlebnisse. Ich helfe dir bei der Planung, teile dir die Kosten und meine Packlisten mit. So kannst du gut vorbereitet auf deine Reise gehen. Ich freue mich, gemeinsam mit dir die Welt zu entdecken.

 
 

Italien-Gardasee-Rundreise ganz autark

Aktualisiert: 29. Mai 2020

Mein Plan war es, ganz ohne Unterkunft zum Gardasee zu fahren und dort etwas die Gegend zu erkunden.


Geplant hatte ich als 1. Ort die Stadt Arco anzuschauen und mich dann einfach von Ziel zu Ziel treiben zu lassen.


Wir fuhren also gegen Abend in Berlin los, da es abends ruhiger auf dem Berliner Ring wird und es sich besser fährt. Ohne Zwischenstop kamen wir in Kiefersfelden, irgendwann morgens an. Hier besorgten wir uns eine österreichische Vignette, aßen und tranken eine Kleinigkeit und genossen schon einmal den Ausblick auf schneebedeckte Berge und blauen Himmel, welch eine Wohltat, wenn man aus dem grauen, tristen Berlin kommt, in dieser Jahreszeit.


Aber wir waren ja noch nicht am Ziel, Cassy hatte zwar keine Lust mehr ins Auto zu steigen, aber ein paar Stunden später würde sie mit einem schönen Bad belohnt werden.

Wir fuhren weiter Richtung Innsbruck und Brenner. Nachdem wir die Brenner Maut auch noch bezahlt haben, haben wir Österreich hinter uns gelassen. Unser nächster Zwischenstop sollte in den Dolomiten sein, wenigstens einen kleinen Spaziergang wollten wir uns nach der langen Fahrt gönnen. Wir fuhren also nach Seis, parkten an der Umlaufbahn. Hier war sogar der Skibetrieb schon in vollem Gange. Da bei uns noch kein Schnee lag, freute sich Cassy durch den tiefen Schnee zu toben. Wie irre rannte sie durch den Wald und sprang natürlich, in einem unbeobachteten Moment, in einen Weiher. Sie ist eben ein echter Labrador. Wir gingen zuerst Richtung Seiser Alm, bergauf. Etliche Tourenskifahrer überholten uns auf dem Weg nach oben.



Immerhin liegt die Talstation der Umlaufbahn auf 1200 m Höhe, dass bedeutet für uns Flachlandtiroler, dass die Luft schon dünner ist als gewohnt und selbst der trainierteste Flachland-Wanderer hat zu pusten. Wir machten trotzdem einige Höhenmeter. Als die Sonne dann aber unterging, es kälter wurde, kehrten wir um, runter gehts immer schneller als hoch.

Immerhin hatten wir uns gut bewegt, nach dieser langen Autofahrt ein toller Ausgleich.


Aber wir waren noch nicht am Ziel, um im Auto schlafen zu können ( nicht bei extremen Temperaturen) mussten wir noch ein kleines Stück gen Süden fahren, denn hier in Seis waren stellenweise unter 10 Grad nachts, ich hatte zwar 2 Schlafsäcke bei, aber ich wollte mich immer noch wohl fühlen.


Wir gingen also zum Auto und fuhren nochmals 138 km Richtung Süden, um auch im Auto Wohlfühltemperaturen zu haben. Unser Ziel war Arco, ein bekannter Trekkingort, kurz vor dem Gardasee. Nach einer Fahrzeit von ca. 2 h kamen wir in Arco an. Unser Plan war einen Parkplatz etwas außerhalb für die Nacht zu finden und noch lecker Essen zu gehen.

Teil 1 unseres Planes klappte auf Anhieb. Das jetzt keine Saison war, konnten wir uns einen Parkplatz aussuchen. Jetzt, am Abend waren kaum noch Menschen auf der Straße. Wir parkten also unser Auto und machten uns auf Richtung Innenstadt. Wir sahen schon von weitem das wunderschön beleuchtete Schloß oberhalb der Innenstadt.




Folgende Ausrüstung solltet ihr bei der Wanderung dabei haben:

Falls ihr draußen schlaft:



Wichtige Ausrüstung für einen Wanderurlaub

Folgende zusätzliche Ausrüstung kann ich euch absolut ans Herz legen:



Wer das Video gesehen hat, weiß wie es weiter geht. Es gab kein geöffnetes Restaurant, abends um 20.00 Uhr in Arco. Wir suchten nicht nur in der Innenstadt, sondern auch mit diversen Apps und auch Google. Alles was uns angezeigt wurde, hatte zu, bis auf eines.

Aber ganz ehrlich, ich bin jetzt genau 1100 km gefahren, um bei einem Chinesen essen gehen zu können? Dann verzichte ich lieber.

So entschlossen wir uns, weiter zu fahren, der nächste Ort war Riva del Garda, es konnte unmöglich sein, dass auch dort alles zu hatte. Dort war ich schon einmal im Sommer vor 2 Jahren und es gab unzählige Restaurants dort. Also, wieder rein ins Auto, man sah Cassy ihre Genervtheit förmlich an, da soll mal einer sagen Hunde können ihre Gefühle nicht zeigen, können sie ganz sicher.

Wir fuhren nochmals 20 km und kamen nicht in Riva del Garda an, sondern in Malcesine. Den örtlichen Hinweisschildern folgend, landeten wir auf Parkplatz 1, dorthin fuhren wir schon an einer geöffneten Pizzeria vorbei. Wir sind so froh weiter gefahren zu sein, denn auf Parkplatz 1 gab es sogar eine öffentliche Toilette, der perfekte Parkplatz zum Nächtigen. zentral, Toilette vorhanden, keine Gebühren- jedenfalls in der Vor- bzw. Nachsaison nicht, etwas abseits der Hauptstraße, ich hatte selten so perfekte Parkplätze. Wir stellten das Auto also so ab, das wir auch in Ruhe schlafen konnten. Dann ging es essen.





Und wir hatten ordentlich Kohldampf. Der Fußweg war keine 5 Minuten lang, wir gingen durch eine schön beleuchtete Stadt. Wir bekamen eine Sitzplatz gezeigt und einen kostenlosen Aperitif und die Speisekarte. Juchuuuuuu, Essen!!



Nach dem leckeren Essen wurden wir so richtig müde, Zeit für uns, es uns gemütlich zu machen. Immerhin sind wir vor über 24 h losgefahren. Wir gingen also die 5 Minuten zum Parkplatz bergauf und machten es uns im Auto gemütlich. Ich war schon richtig gespannt, wenn ich morgens aufwache, wie es so aussieht um uns herum. Kennt ihr das? Ihr kommt im Dunkeln an und erwacht am nächsten Morgen im Sonnenschein. Dann schaut ihr nach oben und seht riesige Hammer- Felswände vor dunkelblauem Himmel. Der Kracher ist das.

Es war eine gemütliche, ruhige und entspannte Nacht. Am Morgen erwachte ich wirklich im herlichen Sonnenschein. Ich packte meinen Rucksack, versorgte Cassy und machte mich auf dem Weg zur Monte Baldo Bergbahn.

Als wir angekommen sind, viel mir ein, dass ich den Maulkorb vergessen hatte. Der liegt im Auto. Da liegt er gut. Es gibt also 2 Möglichkeiten, entweder wir drehen um, was nicht sehr weit wäre oder wir bezahlen mal wieder einen neuen Maulkorb. Das wäre inzwischen der 3. den wir kaufen deswegen. Wir beschlossen es, drauf ankommen zu lassen. Am Schalter bezahlten wir das Ticket und innerlich freute ich mich, dass keiner etwas von einem Maulkorb erwähnte.


Zur Gondel an sich muss man eine Treppe hinauf gehen. Dort saß jemand an der Sperre und schaute nach dem Rechten. Dann kam sie, die erwartete Frage nach dem Maulkorb. Plötzlich stand auch schon der Herr vom Office vor mir, der mir einen Maulkorb entgegen hielt. Was ich nicht wusste, den hatte ich schon bezahlt, denn er war im Hundeticket inklusive.

Wir sind dann durch die Sperre gegenagen, als die Gondel in Sicht war, legte ich Cassy den Maulkorb an, na die war begeistert, wie immer darüber. Sobald sie ihn tragen muss, will sie mit ihrer Schnauze immer an Menschen kuscheln, egal ob es ihr Mensch ist oder andere Menschen, die auch Gondel fahren wollen. Die anderen Menschen wundern sich natürlich darüber, warum der Hund mit der Schnauze immer an ihr Knie kuscheln will. Ich hatte also zu tun Cassy ruhig bei mir zu halten. .Eigentlich wollte ich nebenbei Vloggen, was mir schwer viel. Nach einer Weile hielt die Gondel an der Mittelstation. Wir mussten aussteigen und auf die nächste Gondel warten, die uns zum Gipfel fuhr.