Solotravel mit Hund - mein Leben ist ein Abenteuer


(und manchmal auch ohne Hund)


Auf meinem Reiseblog nehme ich dich mit auf meine Reisen, hier teile ich meine Reiseberichte, Erfahrungen, Insidertipps, Gedanken und Erlebnisse. Ich helfe dir bei der Planung, teile dir die Kosten und meine Packlisten mit. So kannst du gut vorbereitet auf deine Reise gehen. Ich freue mich, gemeinsam mit dir die Welt zu entdecken.

 
 

Malaysia- Borneo-Wanderung durch den Bako Nationalpark- Die Orang Utans in Semenggoh Wildlife Center

Aktualisiert: 6. März 2020


 

Inhaltsverzeichnis


1. Meine Anreise aus dem Barnim (nördlich v. Berlin) nach Kuching

2. Das Hostel Treehouse Bed & Breakfast in Kuching

3. Die Stadt Kuching

4. Finde ich Nasenaffen? Tour im Bako Nationalpark?

5. Große Orang Utans auf der Suche nach Früchte- Im Semenggoh Wildlife Center

6. Abflug nach Kota Kinabalu

7. Mein Hostel in Kota Kinabalu-Space Cap

8. Der angeblich schönste Strand von Kota Kinabalu- Tanjung Aru

9. Einfach mal so........Tour zum Stelzendorf mit einem Fischer in seinem Fischerboot

10.Auf zum größten Berg Südostasiens- Mount Kinabalu

11. Ausflug zum Mari Mari Kulturdorf- Die Ureinwohner Borneos

12. Ein neuer Versuch- Ein Nachmittag am Strand Tanjung Aru

13. Ausflug mit dem Boot zu den Nasenaffen nach Kampung Klias

14. Trauminsel im südchinesischen Meer- Wanderung auf Manukan Island

15. Bootstour zur Trauminsel Sapi Island

16. Schnorcheln auf eigene Faust im südchinesischen Meer- Angriff der Affen

17. Rückflug nach Kuching

18. Fazit Borneo

19. Rückflug von Kuching nach Berlin

20. Visum

21. Währung und Geld abheben in Malaysia

22. Impfungen

23. Sprache

24. Telefonieren, Mobiles Internet und Sim-Karte in Malaysia

25. Gute Hotels in Malaysia/ Borneo

26. Essen, Restaurants und Supermärkte in Malaysia/ Borneo

27. Malaysia's/ Borneo's Transportmittel & Navigation: Touristen Bus, Lokaler Bus, Mietwagen und Co.

28. Die Solotravelmithund Malaysia Videos






1. Meine Anreise aus dem Barnim nach Kuching


Pünktlich fährt heute der Zug RE3 der deutschen Bahn von meinem Bahnhof los. Der 1. TXL - Bus war so voll, dass ich nicht mehr einsteigen konnte. Der 2. hatte dann Platz für mich und meinen Rucksack. Der Check In verlief super, auch durch die Sicherheitskontrolle kam ich nahezu perfekt. Den super günstigen Flug habe ich bei Lastminute.de gefunden

und gebucht. Häufig nutze ich auch Flugidealo und Flüge.de Meine favoritisierte Flugsuchmaschine ist allerdings Skyscanner.



Das Boarding verlief problemlos. Entgegen meiner Befürchtungen interessierte es niemanden, wie schwer und groß mein Handgepäck war. Ich hatte ja meinen 10 kg Rucksack, das wäre auch schon alles gewesen, was ich mitnehmen kann. Ich wollte aber unbedingt noch einen Beutel mitnehmen. In dem waren Dinge, die ich während des Fluges brauchte. Wenn man einen Fensterplatz hat, kann man ja nicht ständig seine Sitznachbarn aufstehen lassen, um im Gepäck zu kramen. In meinem Beutel waren also meine Powerbank, Pass, Geldbörse und die Reiseunterlagen. Außerdem Cola, Wasser, Brote, Nüsse, Chips, Obst, Gummibärchen und Salamisticks. Ich bekomme ja kein Essen im Flugzeug und 13 Stunden sind lang. Ich könnte mir was kaufen, aber da das Essen im Flugzeug generell nicht mein Geschmack ist, hoffte ich, dass keinem mein Übergepäck auffällt. Das tat es nun auch nicht und ich freute mich über mein leckeres Verpflegungspaket, um das mich meine Sitznachbarn dann beneideten. Der Flug an sich war in Ordnung, man darf ja nicht außer Acht lassen, wie günstig er war. Es gab also im Standartpaket ausschließlich den Flug. Alles andere musste gekauft werden. Also Decken, Essen, Trinken und Unterhaltung. Ich hatte einen Platz am Gang, meine rechte Nachbarin schien ein gesundheitliches Problem zu haben, denn sie musste gefühlt alle 30 Minuten zur Toilette. Während des gesamten Fluges fragte ich mich, warum Menschen am Fenster sitzen wollen. 98% der Fenstersitzer hatten ihre Scheiben verdunkelt und schauten nicht hinaus. Nicht das wir nachts flogen, nein der Flug ging von 9.40 – 22.40 Uhr etwa. Eigentlich bräuchte man also keine Flugzeuge mit Fenster mehr bauen. Ich ging ab und zu nach ganz hinten, da konnte ich dann auch mal einen Blick nach draußen werfen. Wir flogen über den Iran, als ich das Foto schoß, in der Nähe vom Kaspischen Meer. Ansonsten war der Flug eher langweilig, ich arbeitete am Blog weiter und freute mich, dass ich meine Beiträge von Brasilien zu Ende schreiben konnte.

Aber irgendwann kam endlich die Landung, ich fand auch super schnell das neue Gate. Die Zeit verging wie im Fluge, ich saß im nächsten Flieger nach Kuching. Von oben sah ich schon, wie grün alles war. Wundervoll grün. Landung und Einreise verliefen super. Es ist einfach perfekt nur mit Handgepäck zu reisen. Als 1. sah ich einen Geldautomat, ich holte mir das erste Bargeld. Das lief problemlos mit meiner Santander Kreditkarte. Link zu Santander hier.

Ich ging sofort zum erstbesten Handykartenstand, kaufte mir eine Handykarte. Der Verkäufer aktivierte sie auch gleich.


Und schon stand ich, das allererste Mal, auf südostasiatischem Boden. Ich spürte sofort diese heiße, feuchte Luft. Ich probierte auch gleich, mir ein Grab zu bestellen. Ich kannte schon Uber, was so ähnlich funktioniert. Grab ist eine Taxiapp. Man bestellt sich ein supergünstiges Taxi, das dann genau an diese Stelle kommt, wo du gerade stehst. Den Preis siehst du auch gleich. Von der Höhe her, kannst du die Taxifahrt mit dem Preis einer Fahrkarte in Deutschland vergleichen.

Das Grab kam, ich stieg ein und fuhrzum Hostel.




 


2.Das Hostel Treehouse Bed & Breakfast

Ich hatte mir ein eigenes Zimmer bei Booking gebucht, weil es so günstig war. Der Link zu Booking.com ist hier.

Es waren noch eine Handvoll andere Gäste im Hostel, also war es ziemlich leer. Selten traf ich jemanden. Es war trotzdem ziemlich laut. Dusche und Toilette war asiatisch, aber die Toilette war immerhin zum Sitzen.

Das Frühstück

Zum Frühstück kann ich genau 2 Sätze schreiben. Es gab Toastbrot, Margarine und Marmelade. Zum Trinken Cafe oder Tee.


Das Hostel in Kuching liegt super, mitten in Chinatown. Ich hatte ein Doppelzimmer zu alleinigen Nutzung gebucht und auch bekommen. Es war klein, aber ausreichend. Toilette und Dusche war auf jeder Etage. Ich bin immer eine Etage höher gegangen, da bei mir die Tür nicht zu verriegeln ging und sie direkt in der Küche war. Das Haus war sehr hellhörig, die Dielen knarrten bei jedem Schritt, die Wände bestanden ausschließlich aus Rigipsplatten. Man konnte den Nachbarn schnarchen hören.

Das Personal war sehr freundlich, ich hatte aber auch keine Fragen oder Ähnliches. Das Frühstück stand manchmal statt um 6.00 Uhr erst um 8.30 Uhr bereit, der Mülleimer in der Küche wurde erst nach 2 Tagen geleert, als alles schon heraus fiel. Die Rezeption war fast immer nicht besetzt, man sollte eine malaysische Telefonnummer anrufen. Die Informationen auf dem Tisch in der Lobby waren veraltet, es wurden Busse empfohlen, die es seit ca. 8 Monaten nicht mehr gab.

Fazit: super zentrale Lage und nettes Personal treffen auf renovierungsbedürftiges Haus, worum sich nicht so richtig gekümmert wird.





 


3.Die Stadt Kuching

Da ich sehr früh angekommen war, hatte ich den kompletten 1. Tag für Kuching. Ich machte eine kostenlose Stadtrundfahrt mit dem Bus 101. Das hatte mir die Touri Office empfohlen. Dann erkundete ich das Zentrum zu Fuß, fúhr mit einem kleinen Fischerboot ans andere Ufer des Flusses, ging in den Orchideen Park ( fand ich jetzt nicht so sehenswert ) aß und trank mich durch sämtliche interessante Spots. Abends schaute ich mir die kunterbunte Waterfront an. Kuching ist nicht zu groß, mir hat 1 Tag zum erkunden ausgereicht.

Bei Tripadvisor ( Link hier) schaute ich, was man hier so anstellen könnte. Ich plante Bako Nationalpar und Semenggoh Wildlife Center)


Ihr könnt die Fotos weiterschieben, es sind mehrere Fotos:





 

4. Finde ich Nasenaffen? Tour im Bako Nationalpark?

Der Bus zum Bako Nationalpark sollte um 7.00 Uhr abfahren. Da ich im Hostel um diese Zeit kein Frühstück bekam, schaute ich unterwegs, ob ich etwas mitnehmen konnte. Nahe der Bushaltestelle gab es auch einen Stand. Ich kaufte mir frittierte Bananen und noch 3 andere merkwürdige Dinge ( die Bananen waren okay, den Rest aß ich, um keinen Hunger zu bekommen) Dann wartete ich an der Bushaltestelle.



Ich war um 6.45 Uhr da, mit mir 2 weitere Touristen. Der Bus kam um 7.45 Uhr und fuhr dann um 8.00 Uhr los. 45 min. später stieg ich am Bako aus. Sofort kamen Bootsfahrt -Verkäufer zu uns. Wir bezahlten 40 Ringit und wurden zum Nationalpark- Eintritt-Schalter geschickt. Hier zahlte ich 20 Ringit und musste mich mit Pass registrieren. Dann ging es zu den Booten. Die Bootsfahrt war lustig, der Fahrer fuhr rücksichtsvoll.



Im Nationalpark wurde dann die Uhrzeit verabredet, wann das Boot zurück fährt. Ich hatte leider nur 5,5 h Zeit den Regenwald zu erkunden. Eigentlich wollte ich dort ein paar Nächte verbringen, aber seit Februar ist jedes einzelne Bett ausgebucht.



Dann mussten wir uns nochmal registrieren. Dieses Mal musste ich angeben, welchen Trail ich gehen wollte. Ich nahm Trail 6 zum Wasserfall- 3,5 km- sollte auch bei dieser Hitze machbar sein. Schwierig war es, den Start des Trails zu finden, denn die farblichen Markierungen waren irreführend.



Ich ging zuerst sehr schnell, um den anderen Touristen den Rücken zu kehren. Viele sind sich nicht bewusst, dass man leise sein muss, um Tiere zu entdecken. Nach 2 km hörte ich ein starkes Rascheln der Baumkronen. Affen. Leider konnte ich sie nicht sehen. Nur die Bewegungen in den Bäumen. Nach 3,5 km stand ich dann am Wasserfall.

Ihr könnt die Fotos weiterschieben, es sind mehrere Fotos:


Da hatte ich mich etwas vertan. Ich ging davon aus, dass die Kilometerangabe dem gesamten Trail entspricht. Es war aber nur der halbe Strecke. So konnte ich den Rückweg im Eiltempo laufen. Ich sah dann aber doch noch Affen, nur keine Nasenaffen.

Ihr könnt die Fotos weiterschieben, es sind mehrere Fotos:


An der Registrierstelle angekommen, trug ich mich aus, sonst würde nach mir gesucht in der Dämmerung. Dann erkundete ich noch kurz den Strand, der eine tolle Lage und Struktur hatte, aber an sich nicht so schön war. Dunkler Sand, trübes , braunes Wasser. Trotz der Hitze sollte man hier nicht baden, denn es gab hier Salzwasserkrokodile, ich habe auch eins gesehen auf dem Rückweg.



Der Rückweg lief super. Das Boot kam, der Bus kam.. alles ohne lange Wartezeiten.



Ich ging gleich ins Hostel,um mein Kameraequipment wegzubringen und erstmal auf den Markt etwas zu essen. Den ganzen Tag hatte ich mich, abgesehen von diesem Frühstück, von Cashewkerne ernährt. Ich aß Nasi Goreng mit Chicken.



Dann spazierte ich noch durch die Straßen, betrachtete die schöne schwimmende Moschee am Fluß und ging in ein Reisebüro, um weiter zu planen. Was ich hörte war enttäuschend, da ging von Kuching aus nichts mehr, was mich interessierte. Ich ging zum Hostel und plante. Kurzerhand entschloß ich mich am nächsten Tag zum Semenggoh Wildlife Center zu fahren und noch einen Tag später den Ort zu wechseln. Kurzentschlossen buchte ich mir Flüge nach.....


 

5. Große Orang Utans auf der Suche nach Früchte- Im Semenggoh Wildlife Center



Im Internet recherchierte ich, wie ich dorthin komme, denn an der Rezeption war mal wieder niemand. Ich las auch die Informationen im Hostel dazu. Inzwischen weiß ich, dass alles sehr veraltet war.

Am Morgen stand ich wieder um 6.00 Uhr auf, das gleiche Prozedere wie bei Bako.....

Ich stand am Bus und stand und stand und stand.... um 9.00 Uhr ist Fütterung. Um 7.15 Uhr sollte der Bus fahren. Um 7.45 Uhr befürchtete ich, dass ich die Fütterung verpasse und rief mir ein Grab. Der Fahrer erklärte mir, dass seit 8 Monaten der Busverkehr eingestellt war.


Gut, dass ich im Internet auf Travelblogger Seiten veraltete Infos bekam, ist für mich okay, man kann nicht alles aktualisieren, aber vor Ort, im Hostel, erwarte ich das.


Als ich ankam zahlte ich Eintritt und lief gemütlich die Straße bis zur Fütterungsstelle. Alle Kameras im stand by. Noch während der Ranger uns Verhaltensregeln erklärte, sprang Edwin, der 23 Jahre alte Orang Utan durch die Bäume zur Futterstelle.



Ich war so beeindruckt von diesem riesigen Affen, dass ich gar nicht so schnell die Kamera starten konnte. Der Ranger rief ihn und er kam immer dichter. Uns wurde erklärt, dass Edwin nur auf den Boden kommt, weil er hier unten die Früchte bekommt. Kurze Zeit später kam auch noch eine alte Affenlady. Seduku.



Sie wollte nicht den Weg gehen, den Edwin ging, sie wollte da entlang, wo alle 70 Touristen standen. Die Ranger machten ihren Weg frei und sie setzte sich auf eine der Bänke, wo ich bis eben noch saß.



Beide aßen genüsslich ihre Früchte und ließen sich vom Trubel nicht stören.

Als sie satt waren, verschwanden sie lautlos im Dschungel. Ich ging noch an eine weitere Futterstelle, aber da warteten wir vergeblich. Ich finde das Center toll. Die Tiere werden nicht angefüttert, um vor Touristen zu essen. Die ersten Orang Utans wurden gerettet, aufgepäppelt und ausgewildert. Es wurden immer mehr (Gott sei dank, denn es gibt nicht mehr viele) Sie vermehrten sich.



Irgendwann wurde das 600 Hektar große Stückchen Regenwald zu klein, um genug Früchte für alle bereit zu halten. Nun muss dazu gefüttert werden. Hier wurde zu viel Regenwald abgeholzt für Palmölplantagen. Knapp eine Stunde nach Fütterung, gegen 10.00 Uhr schloss der Park. Um 14.00 Uhr wird er erneut geöffnet zur 2. Fütterung um 15.00 Uhr. Das war so ein tolles Erlebnis, ich entschloß mich zu bleiben. Ein schönes, schattiges Plätzchen hatte ich gefunden, wo ich die 4 Stunden aushalten konnte. In der Zwischenzeit habe ich am Blog gearbeitet. Ein Hoch auf das schnelle Internet hier. Pünktlich um 14.00 Uhr bin ich wieder ins Center gegangen. Als ich ankam staunte ich nicht schlecht, als ich die ersten Orang Utan schon beim Futtern sah.



Sie hatten sich wohl in der Zeit geirrt. 3 halbwüchsige Orang Utans baumelten an den Seilen und ließen sich diverse Früchte schmecken. Schon mal einer mehr als morgens und nur max. 10 Touristen vor Ort. Dann meinte der Ranger, dass ein großes Männchen noch auf dem Parkplatz war. Also ging ich auch noch mal zum Parkplatz. Dort hing ein riesiger Affe in 1m Höhe im Baum.



Der Ranger legte ihm Früchte an die Seite des Parkplatzes, aber er kam nicht. Er traute sich nicht zu dicht zu uns. Immerhin ist er ausgewildert und hat mit Menschen eigentlich nichts zu tun. Es ist seine Not, dass der Regenwald hier zu klein ist, um für alle Früchte zum fressen zu haben. Der Ranger ging dann 1m in den Wald hinein, denn der Sinn ist ja, dass der Affe fressen kann, nicht die Touris zu bespaßen. Dort ging er dann auch hin, um zu fressen. An einer 3. Stelle, mitten im Wald, sah ich dann auch noch ein Weibchen mit Baby. Während die Mutter fraß, spielte und kletterte das Kleine in ihrer Nähe. Das sah sehr lustig aus.

Als alle satt waren, überlegte ich, wie ich zurück nach Kuching komme. Von hier aus kann ich kein Grab bestellen. Das ist zu weit weg. Ich lief Richtung Eingang, schon wurde ich angesprochen. Ob ich einen Fahrer benötige. Na, so ein Zufall. Der Fahrer wird wohl jemanden dorthin gefahren haben und hat gewartet, um nicht leer zurück zu fahren.

Ich kann eigentlich nur jedem empfehlen, sich das Prozedere einmal anzusehen. Ein Gänsehautfeeling, wenn der 1. Orang Utan lautlos auf dem Weg gelaufen kommt oder wenn plötzlich in den Baumkronen so ein Geraschel ist, als wenn gleich die Krone abbricht. Dann kommt ein Riese an den Seilen aus seinem Zuhause herab und holt sich Früchte vom Ranger. Ich sah auch ein "Nest" hoch oben, im obersten Zipfel der Bäume. Und wer etwas bewegen möchte, der setzt sich gegen die Abholzung der Regenwälder ein. Die Palmölplantagen werden hier auf Borneo immer größer und der Lebensraum aller Tiere immer kleiner.



 

6. Abflug nach Kota Kinabalu



Morgens probierte ich zum 1. Mal das Frühstück im Hostel. Es bestand aus Toast, Margarine, 1 Sorte Gelee, Tee und Cafe mit Milchpulver. Mehr hatte ich auch nicht erwartet. Beim Auschecken erkundigte ich mich, ob ich die 3 zu viel gebuchten Nächte zurück erstattet bekomme. Man sagte mir, dass es nicht geht, da ich mit Booking.com gebucht habe. Dafür konnte ich verhandeln, dass ich die letzte Nacht, zwischen Rückkehr aus Kota Kinabalu und Abflug nach Deutschland kostenlos übernachten kann.

Ich holte mir noch ein paar Getränke, dann bestellte ich ein Grab zum Flughafen. Das verlief perfekt.



Ich war schon aufs Check in gespannt, da es online nicht funktionierte. Ich probierte es am Automaten. Auch das lief perfekt. Habe sogar schon für den Rückflug in 8 Tagen von Kota Kinabalu nach Kuching einchecken können. Ich sah auch, dass bei Air Asia nur 7 kg Handgepäck erlaubt sind. Ich hatte aber 10 kg. Das interessierte aber niemanden, ich spazierte einfach mit meinem Rucksack durch.



Als ich in Kota Kinabalu ankam, bestellte ich mir ein Grab. Da hatte ich einen netten Fahrer erwischt, der zeigte und erzählte mir gleich, was das so alles war, was wir im vorbeifahren sahen.





 


7. Mein Hostel in Kota Kinabalu-Space Cap

Ich buchte bei Bookin.com ein Einzelzimmer ohne genauer zu lesen. Ich bekam eine Raumkapsel.

Aber nicht schlimm, der Preis war unschlagbar. Das Personal war super nett, die Lage unübertroffen, direkt an der Waterfront mit Meerblick. Es gab einen großen Empfangs- und Aufenthaltsbereich, eine Küche, bei den Damen 4 Toiletten mit Dusche (ausreichend) Alles wurde jeden Tag gereinigt.

Insgesamt glaube ich waren ca. 5 Räume mit Kapseln. Bei mir befanden sich 12 Kapseln im Raum. Es wirkt alles sauber und steril, so dass man das Gefühl hatte, man befände sich in einer Kühlzelle. Da fehlte mir etwas die Gemütlichkeit. Die Kapsel war ausreichen groß und hatte Steckdosen und Licht. Mir fehlte das Tageslicht, da ich nicht gewohnt bin, im Dunkeln zu schlafen und zu erwachen.

Zum Frühstück gab es Tee, Kaffe und Cappuccino. Es stand Toastbrot ( der Toaster war leider kaputt) Margarine, Marmelade und Peanutbutter bereit. Außerdem konnte man sich Eier braten oder kochen. Den ganzen Tag standen die genannten Getränke und Eier bereit. Auch Snacks in Form von getrockneten Nudelmenues. (Art 5 Minuten Terrine) standen immer bereit.

Fazit: super Lage, nettes Personal treffen auf Kühlkammern zum Schlafen. Aber der Preis ist unübertroffen gewesen.



Ich richtete mich ein und dann erkundete ich die Gegend. Der Nachtmarkt war ja der Hammer. Dieses Flair dort war unbeschreiblich. Ich genoss den ganzen Abend dort und wanderte noch etwas durch die umliegenden Straßen, wo auch Märkte waren.

Ihr könnt die Fotos weiterschieben, es sind mehrere Fotos:



Zentrale und günstige Unterkünfte in Kota Kinabalu findet ihr hier auf Booking.com



 

8. Der angeblich schönste Strand von Kota Kinabalu- Tanjung Aru





Ich fragte an der Rezeption nach dem schönsten Strand. Mir wurde der Strand Tanjung Aru empfohlen. Ich googelt, 4.8 km vom Hostel. Eigentlich sollte ich ein Grab nehmen, aber ich wollte wenigstens ein Stück laufen. Ich finde es toll, so zielgerichtet durch eine fremde Stadt zu laufen. Es ist nicht so langweilig, denn man hat ja ein Ziel und man kann so viele kleine Dinge sehen, die man mit dem Auto oder Bus übersehen hätte. Am Ende lief ich den ganzen Weg bis zum Strand.

Nun war ich hier, ich stand an einem weiten Strand, vielleicht 1 km lang. Die schönen Posts und Bilder, die man im Netz so fand, wurden auf keinen Fall hier aufgenommen. Ich ging zum Wasser, es war hellbraun, aber durchsichtig. Kein Wunder, diese ganzen dunkelbraunen Flüsse, die dort mündeten. Ich war schon etwas enttäuscht. Die weißen Traumstrände mit dem azurblauen Meer, hier war davon weit und breit nichts zu sehen. Mit den Füßen testete ich die Temperatur, es war warm, sehr warm sogar. Über 30 Grad. Ich bin eben verwöhnt, von Sansibar. Den Strand, das Wasser, ich mochte es nicht. Es waren auch keine Menschen da. Ich ging erst nach links zum Ende, dann nach rechts. Fertig. Immerhin hatte ich die Füße im Wasser.

Die Menschen hier in Asien legen sich nicht an den Strand. Sie können nicht schwimmen und sie mögen braune Haut nicht. Sie sitzen den ganzen Tag im Schatten, unter den Bäumen und entspannen sich.



Dann ging ich zum Eingang, dort stand ein Bus. Ich googelt wo der hin fährt, mein Hostel liegt auf dem Weg. Ich fragte den Fahrer, der ließ mich einsteigen. Ich war der einzige Fahrgast.



Im Zentrum ließ er mich raus. Wo ich schon mal da war, konnte ich mich gleich um meine Ausflüge kümmern. Ich fragte mich durch, wo der Bus zum Mount Kinabalu los fährt. Dort ging ich hin und erkundigte mich nach den Abfahrtzeiten. Um 7.00 Uhr geht's los. Das merkte ich mir für morgen.





 

9. Einfach mal so........Tour zum Stelzendorf mit einem Fischer in seinem Fischerboot


Auf der Suche nach Essen ging ich Richtung Hafen.



Dort hielt ich auch gleichzeitig Ausschau nach den Booten. Ich wollte doch noch einen schönen Strand finden. Wenn auf Borneo keiner ist, die vorgelagerten Inseln sollen doch toll sein.

Dann stand ich im regen Treiben des Hafens der Locals. Ein Fischer kam auf mich zu und fragte, ob ich Boot fahren möchte.



Klar möchte ich, da vergaß ich sogar das Essen. Er fuhr mit mir gerade rüber, zur nächsten Insel.



Sie heißt Gaya und es gibt dort 3 Dörfer (Kampongs) auf Stelzen. Mit allem drum und dran. Moschee, Schule..... hab ich alles gesehen.



Unterwegs sah ich sogar klares Wasser, aber auch Müll, viel Müll, mega viel Müll. Flaschen, Plastiktüten, Verpackungen.....Der komplette Strand auf Gaya und unter bzw. zwischen den Häusern, alles weiß, voller Plastik.



Er erzählte mir viel über die Dörfer. Manche haben richtigen Strom und manche haben nur Kerzen. Wenn man abends in KK an der Waterfront steht, dann kann man sehen, welches Dorf Strom für Licht hat. Nach 1 Stunde fuhren wir zurück nach KK ( Kota Kinabalu). Asiaten mögen es, wenn man sich mit ihnen fotografiert.



Dann viel mir wieder ein, dass ich essen wollte. Ich ging Richtung Markt. Dort gab es sicher etwas. Aber alles was ich sah, war nicht so mein Ding.



Ich ging in die Mall. Dort gab es einen Burgerladen, der Munich heißt. Mal sehen, ob es auch wie in Munich (München) schmeckt. Ich entschied mich für ein Hot Dog. Hat sogar ganz gut geschmeckt. Danach ging ich noch einmal zu einem Tourenanbieter und checkte die Angebote. 4 Sachen wollte ich noch machen:



  1. Mari Mari besuchen

  2. Mit einem Longboot eine Flusstour machen

  3. Inselhopping

  4. Mount Kinabalu



 

10.Auf zum größten Berg Südostasiens- Mount Kinabalu



Pünktlich zu 7.00 Uhr ging ich zur Haltestelle. Ich war noch nicht über die Straße gegangen, da rief schon jemand, ob ich zum Kinabalu wollte. Ehe ich mich versah, saß ich in einem, nach deutschen Tüv Vorschriften, schrottreifen Auto. Wir fuhren los, eine weitere Frau war an Bord. Nach einem bisschen Smalltalk schlief sie ein. Unterwegs hielten wir noch einmal, noch eine Frau stieg ein. Auf dem Weg weiter genoss ich die Landschaft, den Ausblick auf den Kinabalu.



Die rechts von mir schnarchte, von der vor mir stürzte der Kopf andauern nach unten und der Fahrer checkte sein Handy während der Fahrt.




Das ist Asien. Nach ca. 2 h Autofahrt stieg ich am Kinabalu NP aus. Ich kaufte mein Ticket und musste feststellen, dass es ganz schön kalt war.



Ich ließ mir eine Landkarte von den Trails geben und marschierte los. Es gibt 10 Trails. 3 davon sind gesperrt. Ich entschied mich für den Mempening Trail, der zweitweiteste, von den zur Verfügung stehenden Trails.



Ich wanderte durch wunderschöne Natur, immer wieder vorbei am Silau Silau River. Ich ging auch noch die Varianten über Bukit Tupai Trail und Bukit Burung Trail. Ab und an kam ich an einem Shelter ( überdachte Lunchecke) vorbei. Als ich diese Trails beendet hatte, entschied ich mich, auch noch den Silau Silau Trail zu gehen. Mit allen Trails war ich gegen 14.00 Uhr fertig. Laut Kilometerangabe musste ich über 10 km gelaufen sein.



Fazit: Ich wanderte durch wunderschöne Natur, ganz allein, traf die ganze Zeit niemanden. Nur ich und die Natur. Die Zikaden sangen, Vögel zwitscherten, der Bach plätscherte. Wer das mag, der sollte unbedingt dorthin fahren. Wer Tiere erwartet, der wird enttäuscht. Eine handvoller Vögel, Schmetterlinge und einige Insekten, mehr war nicht zu entdecken.

Auf dem Rückweg stellte ich mich an die Stelle, die der Fahrer mir gezeigt hatte. Plötzlich waren auch, wenn auch nur für kurze Zeit, die Wolken weggezogen, so dass wir den Kinabalu sehen konnten.



Nach ca. 45 Minuten hielt die Australierin, die mit mir dort wartete, einfach mal die Hand raus, als ein großer Bus vorbei kam. Der hielt sogar an.



Eigentlich sind das eher kleine Autos, die dort fahren. Der große Bus kam von weiter her. Ich vermute es war ein Local Fernreisebus. So schien mir auch die Atmosphäre. Wir machten auch noch eine Pause zwischendurch. Ein Toilette war auch an Bord. Egal, danke fürs mitnehmen. Bus hitchhiken, in Borneo geht sowas.



 

11. Ausflug zum Mari Mari Kulturdorf- Die Ureinwohner Borneos